
Java Update Von Zeit zu Zeit meldet mein PC, dass eine neue Java-Version verfügbar sei. Worum handelt es sich dabei eigentlich, und wie kann ich dafür sorgen, dass automatisch die neueste Version installiert wird? Java ist ein Programm, das es ermöglicht, auf verschiedenen Computern und Betriebssystemen wie beispielsweise Windows, Linux und Apple kleine interaktive Programme oder Animationen auf Internetseiten laufen zu lassen. Diese werden automatisch geladen, wenn eine Internetseite aufgerufen wird, die solche Applets genannten Programme enthält. Beispiele für solche Programme sind Steuerberechnungsprogramme, Internetspielchen, interaktive Panoramabilder oder einfach Bilder oder Grafiken, auf denen Schnee fällt oder die Oberfläche eines Sees in Bewegung ist. Nur wenn Java auf Ihrem Computer installiert ist, können diese Programme abgespielt werden. Java wird wie alle Programme ständig gepflegt und erweitert. Ist nun eine neue Version verfügbar, fragt Ihr Computer, ob die neue Version installiert werden soll. Dies ist unter anderem empfehlenswert, um ein reibungsloses Funktionieren aller Internetseiten zu gewährleisten. Zur Erstinstallation können Sie Java von der Seite www.java.com herunterladen und installieren. Java ist dann so eingestellt, dass es später regelmäßig automatisch nach Updates sucht. Gibt es eine neue Version, werden Sie gefragt, ob Sie diese herunterladen und auf Ihrem Rechner installieren möchten. Wenn Sie die Automatik abstellen wollen, gehen Sie in die Systemsteuerung zum Punkt Java und deaktivieren dort die automatischen Updates. Ich rate davon jedoch ab. Wie bei allen Computerprogrammen kann es auch bei Java zu Sicherheitslücken kommen, die per Updates gestopft werden – allerdings nur, wenn die Automatik angeschaltet ist.
Neue PCs umgehend testen Ich habe davon gehört, dass selbst neuwertige Geräte wie Festplatten oder Hauptplatinen bei der Auslieferung schon Fehler haben können. Gibt es Computerprogramme, mit denen ich feststellen kann, dass mein neuer PC keine versteckten Macken hat? Leider kommt es auch bei neuen Rechnern und Bauteilen vor, dass diese nicht vollständig funktionsfähig sind. Testen Sie Ihren Computer daher umgehend auf Herz und Nieren. Komplikationen bei der Gewährleistungsabwicklung lassen sich so oft vermeiden. Insbesondere bei Sonderangeboten sind die Geräte nur kurze Zeit vorrätig. Danach ist ein schneller, unkomplizierter Umtausch oft nicht mehr gegeben. Wartezeiten sind programmiert. Die Gewährleistung ist in den ersten sechs Monaten vom Gesetzgeber zugunsten des Kunden vereinfacht. Beruft sich der Händler in dieser Zeit auf einen Anwenderfehler oder unsachgemäße Behandlung muss er dies – anders als danach – beweisen. Der Funktionstest kann im einfachsten Fall durch Testen möglichst aller Programme vorgenommen werden. Arbeiten Sie intensiv mit dem Computer. Spielen Sie Spiele, brennen Sie eine CD/DVD, kopieren Sie größere Datenmengen auf die Festplatte, sehen Sie fern (falls TV-Karte vorhanden), testen Sie alle USB-Ausgänge mit Maus oder Speicherstick. Kopieren Sie Daten auf Diskette, surfen Sie ausführlich im Internet, testen Sie alle Speicherkarteneinschübe. Zum Testen der Hardware eignet sich auch das Windows-Programm „msinfo32“ – auszuführen über „Start-Ausführen“ „msinfo32“. Einen Dauerbelastungstest ermöglicht das Programm CPU-Burn, das Sie unter www.pcwelt.de/know-how/software/30370/index24.html herunterladen können.
Gegen das Vertippen Oft ärgerlich bei Notebooks mit Touchpad: Beim Tippen erwischt man immer wieder den Mausersatz und verschiebt damit den Mauszeiger. Was kann man tun?
Je nach Notebook und Hersteller gibt es mehrere Möglichkeiten. Besonders einfach funktioniert das Abschalten bei einigen höherwertigen Geräten mit einer speziellen Tastenkombination. Zumeist handelt es sich dabei um die Kombination der FN-Funktionstaste mit einer Taste mit Notepad- oder Maus-Symbol. Näheres erfährt man im Handbuch des Geräts. Ebenfalls elegant ist die Lösung bei einigen Geräten mit PS2-Mausanschluss. Wird die Maus angesteckt, schaltet sich das Touchpad selbst ab. Ebenso komfortabel sind neuere Notebooks, die einen separaten Gerätetreiber für das Touchpad installiert haben. In diesem Fall befindet sich in der Systemsteuerung ein spezielles Symbol für das Touchpad, um es gezielt an- und auszuschalten. Ist bei Ihnen kein separater Treiber vorhanden, sollte man im Internet nach einem aktuellen Treiber suchen, der eventuell die Abschaltfunktion erhält. Treiber finden Sie auf den Seiten Ihres Geräteherstellers oder für die weitverbreiteten Touchpads von Synaptics unter www.synaptics.com oder bei Fujitsu Siemens unter support.fujitsu-siemens.de.
Als letzte Möglichkeit kann das Touchpad im Gerätemanager (über Systemsteuerung, System, Hardware, Gerätemanager) abgeschaltet werden. Suchen Sie den Eintrag nun unter Mäuse und andere Eingabegeräte. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Touchpad-Eintrag und wählen Sie dann deaktivieren. An der gleichen Stelle befindet sich nun eine Option, um das Touchpad später wieder zu aktivieren.
Zu viele Geräte belasten den PC Was kann ich tun, wenn ein USB-Gerät nicht automatisch erkannt wird?
Eine häufige Ursache für dieses Problem ist die USB-Stromversorgung. Es kann bereits helfen, wenn Sie den Computer einmal komplett für ein oder zwei Minuten vom Stromnetz trennen. Es kann aber auch sein, dass einfach zu viele USB-Geräte die Stromversorgung überlasten. Einige Geräte werden mit separatem Netzteil ausgeliefert – schließen Sie das unbedingt an. Falls der Fehler in einer Überlastung liegt, kann aber auch ein so genannter Hub – ein USB-Verteiler mit zusätzlicher eigener Stromversorgung – Abhilfe leisten. Neben diesen Hardwareproblemen gibt es zudem immer wieder Probleme mit der Software und den so genannten Gerätetreibern. Sie werden bei Windows in der Systemsteuerung im Gerätemanager verwaltet. Aber Achtung: An Arbeiten im Gerätemanager sollten Sie sich nur mit guten Vorkenntnissen wagen. Im Gerätemanager selbst finden Sie den Punkt USB-Controller. Öffnen Sie diesen. Stellen Sie sicher, dass das nicht funktionierende Gerät vom Computer getrennt ist. Ist der Treiber des Gerätes noch zu sehen – hier zählt die eindeutige Beschreibung – klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen „Entfernen“. Das gilt auch für eventuelle Doppelungen. Danach sollte der PC zuerst heruntergefahren und danach neu gestartet werden. Wenn auch dies nicht zum Erfolg führt, ist eine Selbsthilfe nicht mehr zu empfehlen, da es sich um Probleme im zentralen PC-System (BIOS) oder bei den lokalen Richtlinien handeln könnte. Auch hier kann Ihnen der Computerfachmann weiterhelfen.
Mit Spyware ist nicht zu spaßen Es wird verstärkt vor Keyloggern und anderen Spionageprogrammen gewarnt. Ein Virenscanner reicht offensichtlich nicht aus. Wie kann ich mich sonst schützen? Diese besonderen Schadprogramme sollten tatsächlich nicht unterschätzt werden. Zumeist gelangen sie über E-Mail-Anhänge oder direkt beim Internetsurfen unbemerkt auf Ihren Computer und werden von klassischen Virenscannern nicht erfasst. Keylogger schreiben Ihre Tastatureingaben mit und übermitteln sie unautorisiert an die Urheber dieser Programme. Ernsthafte Gefahren lauern darum vor allem im Zusammenhang mit Internetshops, Kreditkartenzahlungen und ganz besonders dem Internetbanking. Keylogger spionieren gezielt Kreditkartennummern, Benutzerpasswörter, Kontonummern, Pins und Tans aus und nutzen die Informationen für Abbuchungen von Ihrem Konto oder für Bestellungen unter ihrem Namen . Weniger schlimm, aber ebenfalls lästig sind sogenannte High-Jacker. Sie entführen Ihren Browser. Sie landen immer wieder auf Internetseiten, die Sie gar nicht angesteuert haben. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass Ihr Computer gekapert wird. Er kann dann missbraucht werden, um Spam-Mails zu versenden. Zum Vorbeugen sollte man neben einem aktuellen Virenschutz und der Windows-Firewall eine spezielle Adware- Schutz-Software verwenden. Gute, für Privathaushalte kostenlose Programme wie Ad-aware oder SpyBot finden Sie unter anderem über die Website des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi-fuer-buerger.de). Lassen sich die Schädlinge trotz mehrerer Durchläufe nicht entfernen, bleibt oft nur die Neuinstallation des Systems oder der Gang zum Experten. Wollen Sie sichergehen, dass Ihr Computer gut geschützt und virenfrei ist, empfiehlt sich eine Überprüfung durch einen Fachhändler oder Vor-Ort-Service.
Letzte Rettung bei Bluescreen Ich habe beim Entfernen eines Programms versehentlich den PC ausgeschaltet. Nun erscheint beim Hochfahren des Computers immer ein blauer Bildschirm mit einer Fehlermeldung. Was kann ich jetzt noch tun?
Für solche Fälle gibt es bei Windows- Computern die F8-Taste. Diese muss sofort nach dem Einschalten gedrückt werden, am besten mehrfach. Darauf hin erscheinen verschiedene Startoptionen. Der wichtigste ist der „Abgesicherte Modus“. Windows startet dann in einer Art Minimalvariante. Dies bewirkt, dass die fehlerverursachenden Treiber oder Programme nicht geladen werden und ein Systemstart meist wieder möglich ist. Dadurch erhält man die Chance, die letzte Änderung vor dem Crash rückgängig zu machen. Im Falle der abgebrochenen Deinstallation können Sie versuchen, die Deinstallation noch mal auszuführen. Ist dies nicht möglich, versuchen Sie, das Programm erneut zu installieren, um es dann ordnungsgemäß zu entfernen. Wichtig ist: Bevor Sie etwas verändern, sichern Sie unbedingt zuvor die eigenen Daten und Einstellungen! Die F8-Taste bietet aber auch noch mehr Möglichkeiten: So kann bei schwerwiegenden Problemen versucht werden, die „‚Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration“ zu laden. Gelingt der Startvorgang, ist diese Konfiguration automatisch wieder hergestellt. Leider kann dies aber auch misslingen und den Systemzustand weiter verschlechtern. Daher ist es immer besser, zuvor im abgesicherten Modus zu starten, ein Backup auszuführen, und dann auf diese Option zuzugreifen. Alle anderen Startoptionen mit der F8-Taste erfordern etwas mehr Kenntnisse und sind daher für die meisten Anwender nicht empfehlenswert. Sind auf dem PC wichtige Daten gespeichert, von denen keine Sicherungskopien existieren, ist es dann in der Regel vernünftiger, einen Fachmann aufzusuchen. Dieser kann und sollte als Erstes die Daten – so sie noch vorhanden sind – auf einem anderen Medium sichern. Um die Arbeit des Experten zu erleichtern sind ausführliche und präzise Vorabinformationen wichtig. Sie können die Fehlerbehebung verkürzen. Achten Sie daher auf folgendes: Welches Bild zeigt der Computer? Wie lautet die Fehlermeldungsnummer und der Fehlertext? Leuchten die Dioden auf der Frontseite auf? Wenn ja, welche? Gibt es Geräusche und wie hören sie sich an? Aus den Antworten kann der Fachmann wichtige Rückschlüsse auf den Fehler ziehen. Wie im sonstigen Leben ist auch beim PC Vorbeugen besser als Reparieren. Windows hat dafür die Wiederherstellungspunkte vorgesehen. Dafür gibt es unter „Programme“/„Zubehör“/„Systemprogramme“ das Programm „Systemwiederherstellung“. Damit kann bei einem Systemversagen die vorige Konfiguration zurückgeholt werden..
Autostart Wie lässt sich die Autostartfunktion von Laufwerken bei Windows aktivieren?
Wenn eine eingelegte CD unter Windows nicht mehr automatisch startet, kann das an verschiedenen Gründen liegen. Der wahrscheinlichste ist, dass die CD gar keine Autostartfunktion besitzt. Ansonsten ist es unter Windows XP in fast allen Fällen möglich, unterschiedliche Dateitypen mit bestimmten Programmen zu verknüpfen. Befinden sich auf der CD beispielsweise Audiodaten, können diese automatisch mit dem Mediaplayer geöffnet werden. Diese Autoplayfunktion kann individuell konfiguriert werden. Gehen Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol für das CD-/DVD- Laufwerk und wählen Sie „Eigenschaften“. Im Reiter „Autoplay“ finden Sie die verschiedenen Typen und können die gewünschten Funktionen zuordnen. Klappt das nicht, ist vermutlich der entsprechende Eintrag in den Gruppenrichtlinien deaktiviert. Um die Funktion wieder zu aktivieren, gehen Sie über „Start“ und „Ausführen“ und tippen Sie den Befehl „gpedit.msc“ ein. Unter Benutzerkonfiguration / Administrative Vorlagen / System finden Sie den Punkt „Autoplay deaktivieren“. Dieser muss auf deaktiviert oder nicht konfiguriert stehen. Allerdings muss man hierbei aufpassen. Aktivieren bedeutet in dieser Auswahl, dass die Deaktivierung aktiv ist. Damit Autostart funktioniert, darf diese Option somit nicht aktiv sein. Auch ein defektes oder verstaubtes CD-/DVD-Laufwerk oder eine zerkratzte beziehungsweise verschmutzte CD/DVD kann die Autostart-Funktion blockieren. Probieren Sie es zuerst mit einem anderen Laufwerk auf dem eigenen Computer oder bei einem Freund oder Bekannten aus. Wird die CD dort erkannt, weiß man, dass das eigene Laufwerk nicht richtig arbeitet. Aber auch eine defekte Betriebssysteminstallation kann der Grund sein. In diesem Fall hilft nur eine Neuinstallation von Windows. Bevor Sie aber ein neues Laufwerk kaufen oder das Betriebssystem neu installieren, ist eine Diagnose durch einen Experten ratsam.
Die Grenzen neu festlegen wie kann ich die Aufteilung meiner Festplatte nachträglich verändern und welche Gefahren bestehen dabei?
Eigentlich ist die Festplatte groß genug, doch die am Anfang vorgenommene Unterteilung in einzelne Bereiche – die so genannten Partitionen – erweist sich als unvorteilhaft. Entweder reicht die Datenpartition nicht aus oder die Systempartition ist zu klein. Egal was es ist, man benötigt eine nachträgliche Änderung. Und die sollte so funktionieren, dass Betriebssystem und Programme sowie alle eigenen Dateien und Einstellungen erhalten bleiben. Hierfür gibt es Programme, mit denen die Aufteilung der Festplatte geändert werden kann. Das bekannteste heißt PartitionMagic. Bevor aber der Partitionierer gestartet wird, müssen unbedingt die auf der Festplatte vorhandenen Daten gesichert werden. Sollte alles schief gehen, kann man wenigstens den alten Zustand herstellen. Grundsätzlich gilt: Sollten Sie unsicher sein, ändern Sie die Partitionen entweder mit einem in Computern versierten Bekannten oder wenden Sie sich an professionelle Experten.Vor der Partitionsänderung sollte man sich vergewissern, dass die Partitionen fehlerfrei sind. Dabei hilft Scan-Disk von Windows. Nun muss genau überlegt werden, wie die Partitionen neu aufgeteilt werden sollen. Dabei gilt: Jedes Verändern der Partitionstabelle birgt die Gefahr des Datenverlusts. Darum sollten so wenig Änderungen wie möglich vorgenommen werden. Sollte es zu einem Problem kommen – und diesen Fall sollte man durchaus einplanen –, geraten Sie nicht in Panik. Das wichtigste ist nun, alles zu kopieren, was noch lesbar ist. Nutzen Sie dazu unbedingt externe Datenträger als Speichermöglichkeit (USB-Sticks, externe Festplatte). Auf keinen Fall dürfen Sie Daten innerhalb einer Partition kopieren. Wenn die Partition nicht mehr lesbar ist, helfen oftmals Datenrettungsprogramme. Sie durchsuchen die Festplatte unabhängig von Partitionsgrenzen und können somit noch Dateien finden, die dem Betriebssystem verborgen bleiben. Sollte das alles nichts nützen, greifen Sie auf die anfangs erstellte Datensicherung zurück.
Kein Ersatz für den Virenscanner Kann ich einen Virus, einen Trojaner oder einen anderen PC-Schädling los werden, indem ich bei Windows die Wiederherstellungsfunktion nutze?
Seit der Version Millennium Edition (ME) ist die Wiederherstellungskonsole in Windows eingebaut. Diese sorgt dafür, dass das Betriebssystem zu einem früheren, definierten Punkt zurückgestellt werden kann, wenn ein Treiber oder Programm nicht richtig installiert wurde und der PC nicht mehr oder nicht richtig hochfährt. Windows fertigt einmal am Tag oder bei jedem wichtigen Ereignis, wie zum Beispiel einer Treiberinstallation, einen neuen Punkt an. Sie können auch manuell einen Wiederherstellungspunkt erstellen. Durch die Wiederherstellung werden keine persönlichen Dateien wie Dokumente oder Bilder gelöscht, es wird lediglich der Ausgangszustand hergestellt. Bei einem Virus oder Trojaner ist die Wiederherstellung nicht sinnvoll, da viele Viren so programmiert sind, sich in die Wiederherstellungsdaten zu schreiben und sich so wieder aktivieren können. Daher sollte, auch mit Empfehlung der Hersteller von Antivirensoftware, ein Virenscan mit deaktivierter Wiederherstellungskonsole durchgeführt werden. Anderenfalls läuft man Gefahr, dass bei einer späteren Wiederherstellung der Virus sich wieder in das Betriebssystem schreibt. Man kann versuchsweise einen früheren Wiederherstellungspunkt wählen, um einen Virus unschädlich zu machen. Dies würde das Betriebssystem in den früheren Ausgangspunkt zurücksetzen. Danach ist ein Virenscan aber dringendst zu empfehlen, da man nicht davon ausgehen kann, dass der Virus auch gelöscht wurde.Weitere Arten von Viren oder Trojanern schreiben sich in temporäre Verzeichnisse, wie die vom Internet Explorer, und werden von dort aktiv. Hier hilft keine Wiederherstellung. Durch das Leeren der temporären Ordner können die Viren aber unschädlich gemacht werden.Am besten lassen sich Schädlinge im abgesicherten Modus von Windows löschen, da dort nur die nötigsten Programme gestartet werden. Falls also ein Virus oder Trojaner sich automatisch gestartet hat, ist er jetzt nicht mehr aktiv und kann gelöscht werden. Sie gelangen in den abgesicherten Modus, indem Sie, während der Rechner startet, die Funktionstaste F8 drücken, bis ein Menü erscheint. Dort können Sie mit den Tasten den abgesicherten Modus wählen und mit der Säuberung beginnen. Viele Hersteller von Antivirensoftware bieten auf ihren Webseiten detaillierte Informationen zu Viren, Trojanern, Würmern und anderen Schädlingen an. Diese beinhalten meist auch eine Beschreibung zur Entfernung der einzelnen Viren. Entsprechend empfehlen die Hersteller auf diesen Seiten auch in den Anleitungen die Deaktivierung der Wiederherstellungskonsole.
So bereiten Sie die Neuinstallation vor Ich will mein Betriebssystem neu installieren. Wie bekomme ich meine Festplatte wieder „sauber“?
Die Daten auf einer Festplatte können auf unterschiedliche Weise entfernt werden: Wichtige oder gar geheime Daten bei Behörden oder Kunden- und Firmendaten müssen unwiederbringlich und hackersicher gelöscht werden. Dies geschieht, in dem die gesamte Platte überschrieben wird. Dies erledigen spezielle Programme zur Low-Level-Formatierung, die es auf den Internetseiten der Festplattenhersteller gibt. Auch Dritthersteller bieten vergleichbare Programme an. Beispielsweise kann man mit kommerziellen Programmen wie O&O Safe Erase zusätzlich einzelne Dateien, Verzeichnisse oder eben ganze Partitionen sicher löschen. Für die Säuberung vor einer Neuinstallation reicht die Formatierung unter Windows aus. Zwar wird hier nicht jedes Bit überschrieben, dennoch können Viren, Spyware und Datenmüll keinen Schaden mehr anrichten. Mit der rechten Maustaste auf das Festplatten-Symbol klicken (im „Arbeitsplatz“ oder der „Computerverwaltung“) und „Formatieren“ auswählen. Keinen Haken bei „ Schnellformatierung“ setzen. Vorteil: Es wird zusätzlich eine Festplattenprüfung vorgenommen. Nach der Formatierung der Systempartition kann der Rechner nicht mehr hochgefahren werden. Auch die Daten stehen nicht mehr zur Verfügung. Also: Vor der Formatierung Daten sichern oder ein Image der Festplatte erstellen. Damit können Sie, sollte die Neuinstallation fehlschlagen, die bisherige Windows-Installation nebst den eigenen Daten wiederherstellen. Auch das erfordert ein wenig Grundkenntnisse. Vor der Formatierung sollten Sie unbedingt Folgendes klären: Verfügen Sie über die Installations-CDs all Ihrer Programme? Haben Sie die Nutzdaten Ihrer Programme gesichert? Liegen die Zugangsdaten fürs Internet bereit? Haben Sie CDs für das Betriebssystem einschließlich neuester Updates und Treiber von Drucker, Scanner, Kamera, Mainbord et cetera? Ohne diese wird eine vollständige Neuinstallation nicht gelingen.Eine Neuinstallation sollte nicht unterschätzt werden. Ein wenig Erfahrung sollte man mitbringen. Wenn Sie sich nicht sicher fühlen, empfiehlt sich eine Computer-Service-Firma.
Wann lohnt sich das Aufrüsten? Ich habe einen Pentium III-Rechner mit 650 Megahertz. Lohnt es sich noch, diesen Rechner aufzurüsten?
Bei älteren Systemen besteht häufig das Problem, dass die benötigten Bauteile zum Aufrüsten nicht mehr im Handel erhältlich sind. In Frage kommen dann nur gebrauchte Bauteile oder Restbestände im Fachhandel. Wird man überhaupt fündig, kann eine Speichererweiterung durchaus noch etwas Geschwindigkeit herausholen. Ein schnellerer Prozessor ist nur dann sinnvoll, wenn das Motherboard überhaupt dafür ausgelegt ist. Von Prozessorupdatekits, mit denen neuere Prozessoren für alte Boards angepasst werden, ist eher abzuraten. Davon sollte nur Gebrauch gemacht werden, wenn man das Kit auch sicher wieder umtauschen oder zurückgeben kann. Etwas anderes ist es, wenn man den Computer beispielsweise durch Erweiterungskarten um neue Funktionen (USB 2.0, TV-Karten) ergänzt. Aber auch hier gilt: Je älter die Rechner, desto größer die Gefahr, dass neue Karten und Bauteile trotz grundsätzlicher Kompatibilität gar nicht oder nur fehlerhaft laufen. Es sollte also sichergestellt sein, dass man die Erweiterungen eventuell wieder zurückgeben oder für einen dann neu gekauften Rechner verwenden kann.Man kann den Rechner auch so aufrüsten, dass ein fast neuer Rechner entsteht. Das umfasst zumeist eine neue Hauptplatine, neuen Arbeitsspeicher, eine neue Grafikkarte und eventuell auch eine neue Festplatte. Damit kommt man allerdings schnell an den Preis eines Neurechners heran. Allerdings hat man die alten Daten gleich auf dem neuen Rechner. Der Umbau erfordert jedoch einiges technisches Wissen und Geschick. Laien ist davon dringend abzuraten.Für eine genaue Analyse der Möglichkeiten und Kosten kann Ihnen jeder Computer-Service oder PC-Fachhändler Auskunft geben. Dort kann der Umbau auch direkt vorgenommen werden. Dadurch haben Sie dann einen Garantieanspruch. Zudem treten Probleme mit der Rückgabe von gekauften Bauteilen – sollten diese nicht mit Ihrem Rechner funktionieren - erst gar nicht auf.
Wie baue ich ein Funknetz auf? Ich möchte ein Funknetzwerk mit einem Wireless-LAN-Router aufbauen. Was muss ich prinzipiell beachten?
Um zwei oder mehrere Computer miteinander zu verbinden müssen sich die Rechner in einem so genannten (Wireless) Local Area Network befinden, was nichts anderes bedeutet als ein Heimnetzwerk. Dazu benötigt jeder Rechner entweder eine Netzwerkkarte, über die die meisten Computer ab Werk verfügen, Kabel und ein Gerät, das die Verbindung zwischen ihnen herstellt. Beim Funknetzwerk wird anstelle der Netzwerkkarte ein Wireless-LAN-Adapter benötigt. Zudem müssen dann noch Sicherheitseinstellungen vorgenommen werden, damit kein Fremder Zugriff auf das Netzwerk hat. Dazu wählen Sie unter den Sicherheitseinstellungen des Funkadapters die WEP- oder – wenn vorhanden – die sichere WPA-Verschlüsselung. In einem Netzwerk muss jeder Rechner einen eindeutigen Namen und eine einzigartige IP-Adresse besitzen, damit es nicht zu Überschneidungen kommt. Die am meisten gebrauchte IP-Adresse ist 192.168.0.x, wobei das x für eine einmalige Zahl von 1 bis 254 steht. Die Angabe einer gemeinsamen Arbeitsgruppe ist für das bessere Auffinden der Rechner im Netzwerk von Vorteil. Diese Werte werden bei den System- beziehungsweise den Netzwerkeigenschaften eingegeben und sind für beide Typen von Netzwerken gleich. Einige Wireless-LAN- Router vergeben die Adressen aber auch automatisch. Um von einem Computer auf den anderen zugreifen zu können, müssen Netzwerkfreigaben geschaffen werden. Dabei kann es sich um einen Drucker, Ordner oder ganzes Laufwerk handeln. Diese Freigabe richtet man unter den Eigenschaften des Ordners ein.Um sich bei dem anderen Computer als autorisierter Benutzer identifizieren zu können, sollten sich auf beiden Rechnern die gleichen Benutzernamen mit identischem Passwort befinden, die man über die Benutzerkontenverwaltung erstellt. Die Vergabe von Passwörtern ist unbedingt erforderlich. Ansonsten erscheint die Fehlermeldung, dass man keine Berechtigung besitzt, auf die Arbeitsgruppe zuzugreifen. Sollte der Zugriff dennoch nicht funktionieren, überprüfen Sie alle Benutzerdaten, die Kabel und die Netzwerkkarten auf ihre Funktion. Bei Fragen kann Ihnen Ihr Computerspezialist weiterhelfen.
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